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Studie Transsexualität – Hinweise auf genetische Gründe mehren sich

Noch immer konnte wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt werden, welche physischen Dispositionen dazu führen, dass sich biologisch als Männer geborene Menschen als Frauen fühlen. Transsexuelle fühlen sich, obwohl sie eindeutig den männlichen XY-Chromosomensatz besitzen, einfach im falschen Körper.

Australische Wissenschaftler sind nun in einer groß angelegten Studie der Lösung entscheidend näher gekommen. Sie untersuchten 112 transsexuelle Männer und 258 Kontrollpersonen. Insbesondere standen drei Gene unter besonderer Beobachtung, bei denen schon in der Vergangenheit deutlich wurde, dass sie mit Transsexualität in Zusammenhang stehen könnten.

Nun kam bei der Studie eindeutig heraus, dass transsexuelle Menschen eine längere Version des Androgenrezeptor-Gens besitzen. Dies kann sich direkt auf den Testosteronhaushalt auswirken, die Signale dieses männlichen Hormons sind also schwächer.

Dies, so die Wissenschaftler, habe dann mit großer Wahrscheinlichkeit bereits im Mutterleib Einfluss auf die Geschlechtsentwicklung. Wichtig war und ist es für die Forscher, nachzuweisen, dass Transsexualität auf genetische Gründe zurückzuführen ist und nicht länger mit einem sozialen Stigma verbunden werden kann.

Quelle: Focus-Online

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