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Studie zum Klimawandel in Europa

Eine neue Umweltstudie zum Klimawandel in Europa ruft nicht nur Erinnerungen an bisherige Katastrophen ins Gedächtnis, sie warnt auch vor neuen Gefahren. Tatsächlich ist gerade Europa besonders gefährdet, weil der Temperatur-Durchschnitt hier schneller steigt als im globalen Vergleich. Der Bericht der Europäischen Umweltagentur (EEA) macht nicht nur nachdenklich, er gibt auch klare Anweisungen und allerletzte Warnungen, um unseren Planeten noch eine Weile zu behalten.

Schmelzende Gletscher, verschwindende Alpen und sich häufende Flutkatastrophen, bei Umweltforschern leuchten die Alarmglocken schon lange. Auch in den europäischen Gesellschaften hat sich längst rumgesprochen, dass die Menschen den Temperaturanstieg in Zaum halten müssen. Der Durchschnittswert dürfte laut der Studie höchstens zwei Grad über dem Niveau vor der Industrialisierung liegen. Der vorliegende Bericht beleuchtet die Klimaproblematik aus veschiedenen Blickwinkeln und thematisiert die spürbaren Auswirkungen für den Menschen.

So betrifft der Klimawandel z.B. die allgemeine Gesundheit des Menschen. Während bei der Hitzewelle 2003 insgesamt 70.000 Menschen verstarben, zeigen Statistiken, dass Todesfälle im Winter seltener geworden sind. Eine der größten gegenwärtigen Gefahren im Zusammenhang mit dem Klimawandel sind Überflutungen. In den letzten 18 Jahren gab es 259 große Überschwemmungen, allein 165 davon gab es in den letzten 8 Jahren. Das deutet auf einen wachsenden Trend hin.

Die Auswirkungen auf die Pflanzen- und Tierwelt sind ebenfalls unübersehbar. Die Fische sind in den letzten Jahrzehnten stark nach Norden gezogen, viele Tiere bewegen sich in höhere Regionen. Bis zu neun Prozent der 120 Säugetierarten in Europa sind bedroht. Außerdem wachsen Bäume wegen der veränderten Temperaturen heute schneller und laufen auch stärker Gefahr von Schädlingen befallen zu werden. Zudem wächst laut EEA-Bericht das Risiko von Waldbränden, welche den Menschen z.B. in Spanien, Italien und Griechenland schon in diesem Jahr stark zu schaffen machten.

Letzten Endes wirkt sich der Klimawandel auf sehr viele Bereiche aus, auch die Wirtschaft nimmt deutlichen Schaden. Die Land- und Fortwirtschaft kämpft schließlich mit schwierigeren Bedingungen und die finanziellen Schäden durch Naturkatastrophen in Europa steigen kontinuierlich. Während solche Katastrophen in den Jahren 1980 bis 1989 jährlich einen Schaden von ungefähr 7,2 Milliarden Euro anrichteten, so sind es in den letzten zehn Jahren ungefähr 13,7 Milliarden Euro gewesen. Diese Zahlen verdeutlichen, dass mit der Problematik nicht zu scherzen ist. Die Studie zum Klimawandel in Europa scheint so etwas wie eine letzte Warnung zu sein.

Quelle: FOCUS Online
Bild: Greenpeace

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