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Taifun-Katastrophe vor den Philippinen kostet hunderte Menschenleben

Vor der philippinischen Küste ist ein Taifun zur verheerenden Katastrophe mutiert. Am Samstag ist eine Fähre mit über 850 Menschen gekentert. Mehr als 24 Stunden danach konnten 28 Überlebende auf einem Rettungsboot geborgen werden, nachdem es vier weiteren bereits gelungen war, an Land zu schwimmen. Von den meisten der Passagiere fehlte jedoch auch bei der am Montag fortgesetzten Suche noch jede Spur.

Der Taifun "Fengshen" wütete über die Philippinen und machte nach ersten Angaben mehr als 360.000 Menschen obdachlos. Überflutungen und Erdrutsche folgten und kosteten bisher 156 Menschen das Leben. Neben den Ausmaßen der Katastrophe, den blockierten Wegen und Straßen, sowie den Stromausfällen, galt die meise Aufmerksamkeit jedoch dem Schiffsunglück der "Princess of the Stars". Vor der Insel Sibuyan wurde das Schiff am Samstag von den Unwettern erfasst. Gestern sollten Taucher Risse in das Wrack schneiden, um festzustellen, wo es Luftblasen und mögliche Überlebende gab.

Inzwischen mussten die Mitarbeiter der philippinischen Marine darin grausame Funde machen. Im Inneren des Schiffwracks treiben zahlreiche Leichen. Als die "Princess of the Stars" zur Seite kippte seien sie eingeschlossen worden. Durch die Dunkelheit im Wrack, ist es bisher nicht möglich genaue Angaben zu machen. Inzwischen sind 68 Menschen gerettet und 27 Leichen geborgen worden, d.h. noch immer werden fast 800 gesucht.

Nach der Katastrophe vor den Philippinen werden auch mehrere Fischerboote vermisst, die sich zur Unglückszeit in den Gewässern aufhielten. Die Behörden haben nun die anderen Schiffe der "Sulpicio Lines" vorübergehend gestoppt. Die Fähren des Unternehmens waren seit 1987 in vier Schifffahrtsunglücke verwickelt. In den Büros der Fahrgesellschaft im Hafen der philippinischen Hauptstadt Manila warten derweil viele Angehörige auf Nachricht. Die Trauer ist längst in Wut umgeschlagen, da das Schiff trotz Unwetterwarnung fuhr. Der Vize-Präsident der "Sulpicio Lines" versprach inzwischen eine Entschädigung für die Angehörigen. Die wird die Todesopfer der Taifun-Katastrophe vor den Philippinen jedenfalls nicht wieder lebendig machen.

Quelle: tagesschau.de
Bild: YouTube

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