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Tate Modern zensiert Nacktbild der zehnjährigen Brooke Shields

Ein Nacktfoto der berühmten Schauspielerin Brooke Shields erhitzt derzeit die Gemüter in London. Die Kunstausstellung in der ruhmreichen Tate Modern mit dem Titel "Pop Life: Art In A Material World" sollte ein Nacktfoto der erst zehnjährigen Brooke Shields zeigen – eingeölt und stark geschminkt schaut sie auf diesem Bild in die Kamera.

Damals hatte sie in dieser lasziven Pose für den amerikanischen Fotografen Gary Gross posiert – aber nicht in dieser Form sollte das Foto im Rahmen der Ausstellung in einem separaten Raum gezeigt werden, sondern in einer abfotografierten Version des Künstlers Richard Prince. Er gab dem eigentlichen Foto den neuen Namen "Spiritual America" und riss es aus seinem damals unkommentierten Kontext.

Aus Angst aber vor Kinderpornographie-Vorwürfen, entschied sich die Führung der Londoner Tate Modern nun doch schon vor Beginn der Ausstellung, das Kunstwerk nicht für die Besucher freizugeben. Insbesondere die Polizei von Scotland Yard war in den letzten Tagen wohl eingeschritten. Sie drohten dem Museum, dass hier das Gesetz gebrochen würde und dass Besucher von dem Nacktfoto verstört werden könnten.

Jedoch ist der Vorwurf der Kinderpornographie wohl eindeutig zu kurz gegriffen – der Künster Richard Prince ist dafür bekannt, Werke aus seinem Kontext zu reißen und so neue Fragen zu stellen. Durch den Titel "Spiritual America" wollte Prince schon bei der ersten Ausstellung des Fotos von ein paar Jahren darauf hinweisen, dass Brooke Shields im Alter von zehn Jahren für amerikanische Hochglanzmagazine fotografiert wurde. Nun aber zensierte das Museum sein Kunstwerk.

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