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'Todes-Trucks' töten in Japan herrenlose Tiere

Bei Tierschützern auf der ganzen Welt dürfte die folgende Nachricht für ernstes Entsetzen sorgen: Mit ungeahnter Effizienz setzt die japanische Provinz Tokushima rollende 'Todes-Trucks' ein, die noch an Ort und Stelle herumstreunenden Tieren den Garaus machen. Installiert wurden die fahrenden Todeskammern, nachdem sich immer mehr Anwohner über die steigende Anzahl herrenloser Tiere in ihren Straßen und Nachbarschaften beschwert hatten.

Die Methode in der süd-westlichen Provinz Japans ist einfach – die Tiere werden einfach eingesammelt und in gerade einmal 1,20m mal 1,20m großen Metallkammern gesteckt. Auf dem Weg zum nächsten Krematorium drückt der Fahrer des 'Todes-Trucks' dann einfach einen Knopf, durch den Kohlendioxid in die Kammer gepumpt wird. Bei der Ankunft sind die Tiere dann bereits tot und können verbrannt werden.

Nach Angaben der örtlichen Verantwortlichen arbeitet der acht Tonnen schwere Truck höchst effizient – so wurden im letzten Jahr wohl bis zu 10.000 herrenlose Tiere umgebracht, in erster Linie Hunde und Katzen. 'Wenn es möglich wäre, würden wir den Tieren natürlich lieber ein neues Zuhause geben', erklärt die Verwaltung von Tokushima ganz verständnisvoll.

Aber dies dürfte bloß ein frommer Wunsch bleiben – der Umweltminister Japans veröffentlichte jüngst die Zahlen herrenloser Tiere in Japan. Von über 340.000 ausgesetzten Tieren fanden lediglich knappe 30.000 ein neues Heim, die restlichen Tiere wurden umgebracht und verbrannt. Die rollenden 'Todes-Trucks' leisten in Japan also ganze Arbeit...

Quelle: Guardian.co.uk
Bild: Graham Richardson (Flickr), Renato Targa (Flickr)

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