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Toulouse: Polizei stürmte Wohnung, Attentäter tot

Die Polizei hat soeben den Tod des mutmaßlichen Serienkillers von Toulouse bestätigt. Seit gestern wurde die Wohnung des Attentäters Mohamed M. von der Polizei unter Beobachtung gehalten. Mohammed M. hatte verkündet sich ergeben zu wollen, dazu kam es aber nicht.

Die französischen Spezialkräfte hatten über Nacht diverse Explosionen gesetzt, um den Verdächtigen einzuschüchtern, man wollte die Wohnung aber nicht erstürmen. Die Polizei gab aber mittlerweile auch Fehler zu, denn eigentlich wollte die Einheit den mutmaßlichen Todesschützen am Mittwoch überraschen, was aber nicht gelang. Er bekam es mit und die Männer zogen sich zurück. Seitdem verschanzte sich M. in seiner Wohnung.

Anstatt sich zu ergeben, wollte M. als Märtyrer sterben, mit den Waffen in der Hand, so der französische Innenminister. Insgesamt 33 Stunden dauerte die Belagerung von Mohammed Merahs Wohnung. Um 11 Uhr meldete das französische Staatsfernsehen, dass die Polizei im Hause von M. sei und die Wohnung stürme. Es folgte eine lange und wilde Schießerei.

Um 11.41 Uhr bestätigte die Polizei den Tod des mutmaßlichen Serienkillers Mohammed M. Der Täter habe wohl Widerstand geleistet und sei dann aus dem Fenster seines Badezimmers gesprungen. Angeblich soll er dabei noch um sich geschossen haben. Er sei tot auf dem Boden gefunden worden. Bei dem Schusswechsel wurden anscheinend zwei Polizisten verletzt.

Hier können noch die Live-Übertragung des Einsatzes und die Reportagen verfolgt werden.

Mohammed Merah wird vorgeworfen in Toulouse und im benachbarten Montauban insgesamt sieben Menschen erschossen zu haben, darunter einen Lehrer und drei Kinder an einer jüdischen Schule. Die französische Justiz stuft die Mordserie als Terrorakt ein.

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