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Traumforschung: Was bedeutet es, wenn man vom Fliegen träumt?

Viele Menschen haben es sicherlich schon einmal erlebt, dass sie im Traum die Schwerkraft überwinden und fliegen können. Doch was bedeutet dies eigentlich, wenn unser Gehirn im Schlaf solche an sich unmöglichen Dinge auf den Schlafenden projiziert. In der Traumforschung gibt es mehrere Deutungen darüber, wir nennen hier einige davon.

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Nicht so weit verbreitet, wie gedacht

Flugträume sind nicht so verbreitet, wie man eigentlich meinen sollte. Bei Studien geben zwar immer zwischen 30 und 65 Prozent der Befragten an, so etwas schon einmal erlebt zu haben. Aber insgesamt gesehen kommt Fliegen nur in ein bis zwei Prozent der Träume vor. Dies löst meistens ein Hochgefühl aus, bei manchen aber auch Angst.

Gefühl von Freiheit und Erhabenheit

Dabei sehen die Träume immer unterschiedlich. Der eine fliegt ganz ohne Hilfsmittel, andere wiederum fliegen mit Hilfe eines Stabes oder gleich im ganzen Haus in die Luft. Manche machen Bewegungen wie beim Schwimmen, anderen wiederum müssen gar nichts machen, um in die Höhe zu steigen. Dabei verspüren die meisten ein Gefühl von Freiheit und Erhabenheit, die Welt von oben sehen zu dürfen. Doch der ein oder andere hat auch Angst vor dem Fall, so dass diese Furcht im Traum immer mitschwingt.

Erklärungen

Während der REM-Phase im Schlaf sind die Muskeln total entspannt. Vom physiologischen Standpunkt aus, kann hier die Ursache liegen. Der Körper konzentriert sich lediglich auf die Atemtechnik der Lungenflügel und schon steigt man hoch. Traumforscher Mourly Vold verglich Flugträume mit einer Erektion, die ja ebenfalls die Schwerkraft überwindet. Er habe an sich selbst nach solch einem Traum eine solche an sich beobachtet. Doch die meisten Träume in der REM-Phase werden von Erektionen begleitet, so dass dieser Ansatz schnell wieder fallengelassen wurde.

Kindheitserinnerungen verarbeiten

Sigmund Freud dagegen brachte als Erklärung, dass man mit diesen Träumen alte Kindheitserinnerungen verarbeiten möchte. Wenn Erwachsene Kinder in die Luft werfen und wieder auffangen, empfinden diese dabei sehr viel Spaß. Man sammle so erste Flugerfahrungen, die dann später immer wieder abgerufen werden. Wissenschaftler C. G. Jung dagegen meinte, eine Person, die im Traum fliegen könne, habe damit ein Problem des Lebens im Wachzustand überwunden. Sein Kollege Alfred Adler allerdings sieht eher den Wunsch, zu dominieren in einem Flugtraum.

Traumforschung ist sich nicht einig

Man sieht schon deutlich, dass sich die Forschung auf diesem Gebiet noch nicht einig ist. Es gibt viele Erklärungen für Flugträume, welche nun genau richtig ist, steht nicht fest. Es kommt wohl auch immer auf den Menschen. Für diejenigen mit Höhenangst müssen Flugträume nicht unbedingt etwas angenehmes sein. Andere wiederum haben sehr viel Spaß daran, wie ein Vogel durch die Luft zu fliegen.

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