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Trümmer gehörten nicht zur Unglücksmaschine der Air France

Eine Panne sorgt für Schlagzeilen bei der Bergung des abgestürzten Airbus vor der Küste Brasiliens. Nachdem der brasilianische Verteidigungsminister gestern bereits bekannt gab, man habe Wrackteile des Unglücksflugzeugs gefunden stellte sich nun heraus, die entdeckten Trümmer gehörten nicht zum Airbus 330 der Air France.

Laut "Süddeutsche.de" meldete der Sprecher der Luftwaffe, Ramon Cardoso, dass die gestern gefundenen Frachtteile "100-prozentig" nicht zum abgestürzten Airbus gehören. Das ist aber noch nicht alles, denn auch die entdeckte Kerosinspur soll laut Cardoso nicht von der Unglücksmaschine stammen, eine solche Menge könne einfach zu einem Flugzeug dieser Art gehören. "Die Suche geht weiter", sagte Cardoso, er räumte aber auch ein, dass inzwischen mit jeder Minute die Chance überhaupt noch etwas zu finden schwindet.

Der brasilianische Verteidigungsminister Nelson Jobim hatte den Angehörigen der Passagiere und der Crew bereits am Dienstag in Rio mitgeteilt, dass das gefundene Trümmerfeld zu dem verunglückten Airbus der Air France gehörte. "Bis jetzt wurde nichts von dem Flugzeug geborgen" stellte Ramon Cardose die Angelegenheit nun richtig. Damit stehen die Untersuchungen des Flugunglücks wieder am Anfang, dazu stellt sich noch die Frage, wie das gefundene Trümmerfeld in die Gesamtsituation einzuordnen ist.

Derweil ließ Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) in Berlin mitteilen, dass die bisher angegebene Zahl der deutschen Fluggäste nicht korrekt war. Unter den insgesamt 228 Menschen an Bord, waren 28 Deutsche, nicht wie bisher angenommen 26. Die älteste deutsche Person an Bord war ein 70 Jahre alter Mann, bei der jüngsten handelte es sich um ein zweijähriges Mädchen. In Rio und Paris wurde gestern bereits der Opfer des Flugunglücks gedacht, ob sie oder das Flugzeugswrack jemals gefunden werden bleibt aber weiter fraglich.

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