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25. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl

Die Katastrophe von Tschernobyl liegt ein Vierteljahrhundert zurück, doch auch heute, 25 Jahre später ist das Thema noch aktuell. Als am 26. April 1986 der Reaktorblock 4 im sowjetischen Kernkraft Tschernobyl explodierte, erlebte die Welt ihre bisher schlimmste atomare Katastrophe.

Durch eine Verkettung schwerwiegender Fehler führte damals ein Routine-Test zum GAU, bei dem große Mengen Radioaktivität freigesetzt wurden. Die sowjetische Führung versuchte den katastrophalen Unfall in der Ukraine zunächst zu verheimlichen und als dies nicht mehr möglich war, die Folgen herunterzuspielen. Mithilfe von tausenden Helfern wurde das strahlende Wrack schließlich unter einem gigantischen Beton-Sarkophag eingeschlossen. Viele der Helfer starben später an den Folgen der Verstrahlung. Im Radius von 30 Kilometern wurde eine Sperrzone errichtet, die mittlerweile gegen Bezahlung für Touristen zu besichtigen ist.

Der radioaktive Fallout war in weiten Teilen Europas messbar und ist es auch noch 25 Jahre später. In manchen Gebieten in Deutschland sind Pilze und besonders Wildschwein-Fleisch noch immer stark radioaktiv belastet.

Der Gau sorgte bei der Anti-Atomkraftbewegung in Deutschland für Zulauf, gleichwohl setzte sich gesamtgesellschaftlich der Konsens durch, dass ein solche Katastrophe in einem westlichen Atomkraftwerk undenkbar sei. Eine Annahme die durch die jüngsten Ereignisse in Japan unwiderruflich erschüttert wurde.

Trotz der gewaltigen Katastrophe fand nach Tschernobyl kein wirkliches Umdenken bezüglich der Atomkraft statt. Erst die Zukunft wird letztendlich zeigen, inwieweit die Ereignisse in Japan nun Auswirkungen auf die Nutzung der Atomkraft haben werden. Anlässlich der Katastrophe von Tschernobyl fanden heute, 25 Jahre später, international zahlreiche Gedenkfeierlichkeiten statt.

Quelle: zeit.de, focus.de, wikipedia.de
Bild: Andrzej Karon/flickr.com, gruenenrw/flickr.com

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