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Türkei: Sportler wegen zu kurzen Hosen verprügelt?

Ein islamistischer Mob befand, dass eine türkische Rudermannschaft zu kurze Hosen trug und prügelten die Sportler krankenhausreif.

Dies berichtet die Welt-Online, welche sich auf die türkische Presse beruft. So riefen die Angreifer, nach Aussage des Teamleiters, der türkischen Rudermannschaft zu: "Ihr könnt hier nicht mit kurzen Hosen rumlaufen, ihr Gottlosen", während die Behörden von einem Streit über Parkgebühren des Mannschaftsbusses sprechen, die den Sportler zu hoch vorgekommen seien.

Es ist also eine durchaus untransparente Geschichte, die sich um die verprügelte türkische Rudermannschaft dreht. Nicht ohne Grund sind die Untersuchungen des Zwischenfalls noch nicht abgeschlossen.

Bisher weiß man nur so viel: Die türkischen Ruderer der Universität von Ankara wollten auf einem See bei Sapanca an einem Wettkampf teilnehmen. Allerdings hätten am Samstagabend Unbekannte die Luft aus den Reifen des Mannschaftsbusses gelassen und anschließend sei die Prügelei angezettelt worden. Doch während der Teamleiter angab, dass die Angreifer zwischen 20 und 25 Jahren alt gewesen seien, wurden bisher nur fünf Minderjährige festgenommen.

Der Wettkampf fiel, aufgrund der Verletzungen, für die türkischen Sportler aus und Oppositionspolitiker Erdogan Toprak sagte der Zeitung „Milliyet“, die Schlägerei sei ein Anzeichen für die zunehmende Islamisierung der Türkei.

Welche Version nun der Wahrheit entspricht, ob die türkischen Sportler wegen zu kurzen Hosen verprügelt wurden oder ob es doch nur um die Parkgebühren ging, wird vielleicht in den kommenden Tagen bekannt gegeben.

Quelle: Welt-Online

Bild: Stefan Schlautmann (Flickr)

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