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Umweltkatastrophe in Ungarn fordert vier Tote

Weil in einem Aluminiumwerk im ungarischen Ajka ein Behälter mit giftigem roten Schlamm zerplatzte, floss das hochgiftige Zeug in die umliegenden Dörfer und tötete vier Menschen. Der Unfall ereignete sich wohl, weil das Werk den Tank schlicht und einfach überfüllt hatte und dieser dem Druck nicht mehr standhielt.

Zwei Erwachsene und zwei Kinder starben durch den giftigen roten Schlamm, teilte György Bakondi, Leiter der Katastrophenschutzbehörde mit. 120 Menschen werden derzeit in den umliegenden Krankenhäusern behandelt. Acht davon schweben nach wie vor in Lebensgefahr. Und noch sechs Menschen werden vermisst. Es sei also nicht auszuschließen, dass die Zahl der Toten noch steigen würde.

Am Montagnachmittag platzte der Tank in der Aluminiumfabrik in Ajka. Wahrscheinlich wurde er überfüllt, teilte die Nachrichtenagentur AFP mit. Der giftige Aluminiumschlamm verteilte sich auf die umliegenden Dörfer. In Devecser stehe er zehn Zentimeter hoch, sagte ein Fotograf von AFP.

Der Schlamm sei ein hochgiftiges Abfallprodukt. Mit Gips wollten Umweltexperten verhindern, dass er sich noch weiter ausbreitet. Die Äcker und Böden auf einer Fläche von 40 Quadratkilometern dürften durch den Schlamm unfruchtbar werden, teilte die Umweltbehörde mit. Die Betreiber der Aluminiumfabrik redeten von einem technischen Fehler, der für das Austreten des giftigen roten Schlammes verantwortlich sei und würden den Schmerz der von der Tragödie betroffenen Familien teilen.

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