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Unglaubliche Server-Panne legte T-Mobile-Netz für Stunden lahm

Es war für den Konzern, wie für Kunden, der absolute Super-Gau: Ab 16 Uhr fiel am gestrigen Dienstag das gesamte Mobilfunknetz von T-Mobile aus. Keine Telefonate konnten mehr geführt, keine Nachrichten mehr verschickt werden. Aber wie konnte es zu diesem Ausfall kommen, war die Telekom nicht gut genug gegen eine solche Panne gesichert?

Noch ist nicht klar, wie es zu dieser Verkettung unglücklicher Umstände kommen konnte – sicher ist aber, dass nacheinander alle Server bei T-Mobile ausfielen. Diese bilden gewissermaßen das riesige "Gedächtnis" des gesamten Mobilfunknetzes. In diesen werden alle T-Mobile-Handynummern den einzelnen Simkarten zugeordnet. Fällt der Server aus, lassen sich keine Verbindungen mehr aufbauen.

Aber: Um genau dieser Gefahr vorzubeugen, hat sich T-Mobile eigentlich perfekt abgesichert. Fällt der Hauptserver aus, springt sofort ein zweiter exakt gleicher Server ein. Und sollte selbst dieser zweite noch ausfallen, existiert sogar noch eine dritter. Die Wahrscheinlichkeit, dass nacheinander alle drei Server ausfallen – wie am Dienstag passiert – ist laut Angaben der Telekom ungefähr so hoch wie dreimal nacheinander im Lotto zu gewinnen...

Aber genau dies passierte wohl beim Ausfall des gesamten T-Mobile-Netzes, so die Süddeutsche. Unglaublich! Schuld war nach jetzigem Stand der Dinge ein Software-Problem. In der Folge standen 39,1 Millionen Handys still. Erst gegen 19 Uhr fanden Telekom-Techniker den Fehler. Es dauerte aber weitere zwei Stunden, bis die Server neu gestartet und stecken gebliebene Nachrichten wieder zugestellt werden konnten. Auf eine abschließende Erklärung, wie es zu dieser totalen T-Mobile-Netzpanne kommen konnte, sind die Kunden noch gespannt.

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