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Unmoralisch? Katzenfleisch als Delikatesse in der Schweiz

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Mit der Nachricht, dass in der Schweiz Katzenfleisch gegessen wird, schocken die Eidgenossen derzeit Tierschützer und Katzenliebhaber. Vor allem zur Weihnachtszeit soll es dort zu den Delikatessen gehören. Ist das nun unmoralisch oder darf man sich als Fleischesser darüber nicht aufregen? Im Netz entstand auf der Website des berichtenden Mediums STERN nun eine Diskussion.

Bei Bauern in den Kantonen Bern, Luzern und Jura gehört es zur Tradition, die Stubentiger für den Esstisch zuzubereiten. Die Schweiz ist eins der wenigen Länder in Europa, die es erlaubt, eigene Haustiere auch für den eigenen Verzehr zuzubereiten. Die Tradition stammt aus den Wirren des Zweiten Weltkrieges, als die Nahrungsmittel knapp wurden. Also aßen viele Schweizer ihre Katzen oder Hunde.

Derzeit erfährt diese Tradition eine Renaissance. Es gibt Katzenfleisch-Eintopf mit Tomatensauce, Möhren und Kartoffeln oder Katze gekocht in Thymian. Und viele Menschen in Deutschland oder anderen Ländern sind entsetzt. Der STERN veröffentlichte jetzt einen Kommentar einer Redakteurin, die nach dem Warum fragt. Denn mit dem Verzehr von Kälbern, Hühnern, Schweinen oder Lämmern hätten viele Menschen kein Problem. Und die seien mitunter auch sehr süß anzuschauen.

Aufregen dürften sich nur Vegetarier oder Veganer, die tierische Produkte komplett ablehnen. Alle anderen würden eine Doppelmoral an den Tag legen, heißt es in dem Artikel. Katzenfleisch soll übrigens sehr zart sein, wenig faserig und schmecken wie Kaninchen. (Das soll aber nun keine Empfehlung sein, die eigene Hauskatze in die Pfanne zu hauen.)

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