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Unwetter auf Sardinien: "Cleopatra" bringt Tote und Zerstörung

Sardinien, italienische Mittelmeerinsel und beliebtes Urlaubsparadies, wurde in der vergangenen Nacht von einem Unwetter heimgesucht, das mindestens 14 Tote und zahlreiche Vermisste forderte! Die Infrastruktur ist lahmgelegt: Straßen wurden von "apokalyptischen" Wassermassen überschwemmt und viele Gegenden in weiten Teilen zerstört.

Es ist DAS italienische Urlaubsparadies im Mittelmeer, Aufenthaltsort vieler Prominenter wie Götz George und Heidi Klum: Sardinien lockt mit malerischen Stränden, an denen sich Kate Moss und Michelle Hunziker sonnen, wo Formel 1-Manager Flavio Briatore seinen "Billionaire Club" (Club der Milliardäre) betreibt. Nun ist die Insel zum Schauplatz eines furchtbaren "Jahrtausendhochwassers" gworden!

Anwohner mussten zu Hunderten ihre Wohnungen verlassen, zahlreiche Straßen wurden unpassierbar und Orte wurden von der Außenwelt abgeschnitten. Mindestens 14 Menschen riss der verheerende Zyklon "Cleopatra" bereits in den Tod. Flüge und Fähren fielen aus, der Zugverkehr brach zusammen. Stromleitungen sind teilweise durchtrennt und fielen aus. Die ganze Nacht hindurch waren Rettungskräfte im Einsatz.

Den Fund dreier Leichen vermeldete die Nachrichtenagentur "Ansa" in dem schwer betroffenen Ort Torpè. Im Nordosten Sardiniens, nahe der Stadt Olbia, starben drei Angehörige derselben Familie bei einem Autounfall infolge des heftigen Sturms. Die Wassermassen rissen den Wagen fort, vermeldeten Behördenvertreter gegenüber "Ansa". Außerdem wurde ein Polizeifahrzeug, das einen Krankenwagen eskortierte, hinfortgerissen, wobei einer der Insassen starb.

Chaotische Zustände prägen derzeit das sonst so idyllische Sardinien, Straßen sind unbefahrbar, Brücken unter den reißenden Fluten der angestiegenen Flüssen eingestürzt und ganze Orte nicht mehr zu erreichen. Die Stadt Olbia stand Angaben der Nachrichtenagentur "Ansa" zufolge größtenteils unter Wasser. Bis zu drei Meter hoch sei der Wasserstand in einigen Gegenden gewesen.

Ugo Cappellacci, der Präsident der Region Sardinien, nannte den Zyklon "Cleopatra" einen "apokalyptischen" Sturm und sprach von einem "Jahrtausendhochwasser". Weitere Regenfälle werden für den heutigen Dienstag erwartet.

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