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USA: Keine Todesstrafe mehr in New Mexiko

In den USA hat der Staat New Mexiko die Todesstrafe abgeschafft. Nach Meldungen von Spiegel Online folgt New Mexikos Gouverneur Bill Richardson dem Appell der katholischen Bischofskonferenz der USA, die sich seit geraumer Zeit gegen die Todesstrafe ausspricht. Richardson war vor seiner Entscheidung als Befürworter der Todesstrafe bekannt.

Richardson gab an, es sei die schwerste Entscheidung seines Lebens gewesen, ließ aber keinen Zweifel an der Richtigkeit seines Entschlusses: "Angesichts der Realität, dass unser System für die Verhängung der Todesstrafe niemals perfekt sein kann, zwingt mich mein Gewissen, die Todesstrafe durch eine Lösung zu ersetzen, die die Sicherheit der Gesellschaft wahrt."

Der Oberste Gerichtshof in den USA hat im Jahr 1976 die Todesstrafe wieder für zulässig erklärt und die Bundesstaaten hatten die Wahl diese wieder einzuführen. 14 Staaten hatten die Strafe nicht mehr wieder eingeführt. New Jersey war 2007 der erste und bis jetzt der einzige Staat, der die Todesstrafe nach der Einführung wieder abgeschafft hat.

Das höchste Strafmaß in New Mexiko wird ab dem 1. Juli die lebenslange Haft ohne Möglichkeit auf Bewährung sein. Zuletzt wurde die Todesstrafe im Jahr 2001 bei einem Straftäter durch die Injektion von Gift durchgeführt. Die Abschaffung der Todesstrafe in New Mexiko wirkt allerdings nicht rückwirkend, so dass die verhängten Todesurteile für zwei Verurteilte weiterhin bestehen bleiben.

Bild: ourlatinamerica.blogspot.com, Bestweb.net

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