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USA und Russland streiten um Adolf Hitlers Schädelknochen

Ein Stück Schädelknochen beschäftigt derzeit Wissenschafter in Russland und den USA. Der russische Geheimdienst FSB behauptet, das Stück gehöre zum Schädel von Adolf Hitler, amerikanische Wissenschaftler dagegen sagen, dass ihre Untersuchungen ergeben hätten, dass der Knochen zu einer Frau gehöre.

Wie Spiegel online berichtet, präsentierte Russland das Schädelfragment schon im Jahr 2000. Damit seien die aberwitzigen Gerüchte, dass Adolf Hitler nach Kriegsende lebendig entkommen sei, endgültig ausgeräumt. Die Knochen würden tatsächlich von Adolf Hitler stammen, behautet der Leiter des FSB-Archivs, Generalleutnant Wassili Christoforow gegenüber der Zeitung 'Iswestija'.

Aus den USA hört man andere Töne: Zumindest der Schädelknochen stamme nicht von Adolf Hitler, sondern von einer Frau, sagt laut SPON der Anthropologe Nick Bellantoni von der Universität in Connecticut. Vor allem die Austrittswunde an dem Knochen ließen Zweifel an der Echtheit aufkommen, denn sie befände sich am Hinterkopf. Laut Zeugenaussagen habe sich Hitler aber in die rechte Schläfe geschossen.

Das stimme alles nicht, heißt es nun aus Russland. 'An uns haben sich keine amerikanischen Wissenschaftler gewandt. Womit hätten sie die DNA vergleichen sollen?', fragt Christoforow. Außer in Moskau gäbe es keine sterblichen Überreste des Diktators. Nick Bellantoni dagegen behauptet, dass er selbst in Moskau eine Stunde an dem Schädelknochen hätte arbeiten dürfen. Er habe eine Probe des Knochens und eine Blutprobe von Hitlers Blutflecken mit in die USA genommen. Die Blutprobe stamme 100 %-ig von Hitler, sagt Bellantoni. Blut-DNA und Schädel-DNA hätten aber nicht übereingestimmt. Der Streit zwischen Russland und den USA um die Echthheit von Adolf Hitlers angeblichen Schädelknochen geht also weiter.

Bild: Bild.de, Wikipedia

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