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US-Senator Obama spricht in Berlin

US-Senator und Präsidentschaftskandidat Barack Obama hielt gestern eine beeindruckende Rede an der Berliner Siegessäule. 200.000 Menschen kamen, um den afroamerikanischen Politiker aus Illinois zu sehen und zu hören. Es waren hauptsächlich junge Menschen auf die Straße des 17. Juni zu Obama gekommen, der kaum ein Thema ausließ in seiner außenpolitischen Rede.

Journalisten und andere Besucher waren sich einig, eine Rede wie die gestrige von Barack Obama zieht die Menschen mit. Selbst die Leute, die ihr inhaltlich nicht viel abgewinnen konnten mussten zugeben, dass der junge Senator die Massen bewegt. "Es gibt in Europa nicht viele Politiker, die Menschen so begeistern können", sagte eine tschechische Journalistin nachher. Mit charismatischer Stimme sprach Obama nicht nur die "Bewohner von Berlin" an, sondern die "Bewohner des Planeten". Eine knappe halbe Stunde redete er so euphorisch, dass die "Yes we can"-Chöre seines Publikums ihn beinahe überstimmten.

Der erste Teil von Obamas Rede in Berlin

Obama zog seine Rede geschichtlich auf. Er bezog sich auf die Herkunft seiner Eltern und Großeltern und nahm die Luftbrücke zwischen den USA und West-Berlin als Roten Faden seiner Ansprache. "Schaut auf Berlin, wo eine Mauer fiel, ein Kontinent sich vereinigte und der Lauf der Geschichte bewies, dass keine Herausforderung zu groß ist für eine Welt, die zusammensteht." Der US-Politiker sprach aber nicht nur von der Vergangenheit.

Der zweite Teil von Obamas Rede in Berlin

Er sprach genauso von Terrorismus und globaler Bedrohung, von Klimawandel und Treibhauseffekt. Obama sagte, dass die USA sich genauso ernsthaft um den Klimaschutz kümmern müsste wie Deutschland. Das kam gut an. Er betonte auch, dass er für eine friedliche Welt ohne Nuklearwaffen ist. Er forderte mehr Truppen in Afghanistan, sowohl von den Deutschen, als auch von seinem Volk.

Der dritte Teil von Obamas Rede in Berlin

Alles in allem war das keine hochpolitische Rede, sondern mehr ein Versuch die Menschen zu begeistern und seine außenpolitische Stellung zu verbessern. Beides ist ihm gelungen, die Menschen an der Siegessäule feierten den Politiker Obama wie einen Popstar. Auch Berlins Bürgermeister Wowereit und Bundeskanzlerin Angela Merkel waren durch und durch vom Obama-Fieber gepackt und äußerten sich begeistert. Sollte Barack Obama im November tatsächlich zum Präsidenten der USA gewählt werden, so dies sicher nicht seine letzte Reise nach Berlin gewesen sein.

Impressionen von Barack Obama in Berlin

Quelle: tagesschau.de, Welt Online
Bild: LaPresse.it

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