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Venezuela: Chavez-Intimus Maduro gewinnt Wahl sehr knapp

Das Volk in Venezuela hat entscheiden. Nach dem etwas überraschenden Tod von Präsident Hugo Chavez hat sich bei der Wahl nun dessen potentieller Nachfolger Nicolas Maduro durchgesetzt und kann die sozialistische Politik seines verstorbenen Vorgänger fortsetzen.

Allerdings fiel die Wahl sehr knapp aus. Und deswegen hat die Opposition, die Henrique Capriles ins Rennen schickte, auch Zweifel an der Rechtmäßigkeit dieser Wahl. Auf Maduro entfielen 50,66 Prozent der Stimmen, Capriles konnte 49,06 Prozent auf sich vereinigen. Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 79 Prozent.

Die unterlegene Opposition hat bereits angekündigt, dass sie das Wahlergebnis nicht anerkennen wird. 235.000 Stimmen hat Nicolas Maduro nur mehr erhalten als Capriles. Deswegen wird eine Neuauszählung der Stimmen verlangt. 235.000 Stimmen hatte der Sieger am Ende mehr als der Verlierer. "Es gab zahlreiche Unregelmäßigkeiten bei der Abstimmung", meint Capriles.

In der Hauptstadt Caracas kam es schon zu wütenden Protesten der Oppositionsanhänger. Die Parteil von Capriles stellte nun Videos ins Internet, auf dem zu sehen ist, wie ein Wahlhelfer im roten Hemd eine Frau bis in die Wahlkabine begleitet und dort wartet, bis sie ihre Stimme abgegeben hat. Maduro lässt sich davon nicht beirren. "Heute können wir sagen, dass wir einen legalen, verfassungsmäßigen Wahlsieg erreicht haben", meint der neue Präsident von Venezuela.

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