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Vergewaltigung und sexuelle Übergriffe: Natascha Kampusch bricht das Schweigen

Die Geschichte um das Entführungsopfer Natascha Kampusch sorgt derzeit wieder für Trubel. Denn das autobiografische Buch der Österreicherin "3096 Tage" wurde verfilmt und der Film zeigt Sexszenen zwischen Opfer und Peiniger. Zu diesem Thema wollte Natascha Kampusch eigentlich nichts sagen.

Sie wolle sich einen letzten Rest Privatsphäre behalten, schrieb Kampusch direkt am Anfang ihres Buches, deswegen werde sie nicht über das Thema Sex reden. Sie beschrieb es eher als Kuscheln. Doch nun hat sie bei Günther Jauch zugegeben, dass ihr Entführer Wolfgang Priklopil sie auch vergewaltigt hat, mehrfach vermutlich.

Doch im Film ist nun zu sehen, wie der Entführer sein Opfer mit Kabelbindern an sich fesselte und sie zum Sex zwang. Die Fesselszenen beschrieb auch Natascha Kampusch in ihrem Buch, aber bei ihrer Beschreibung lief es auf Kuscheln hinaus. Als sie im Studio bei Günther Jauch saß und die Bettszenen eingespielt wurden, konnte sie nicht zuschauen. Sie brauchte auch sehr lange mit ihren Antworten.

Natascha Kampusch will den Inhalt des Buches und des Filmes erklären: "Im Buch geht es um meine Gedankenwelt und Gefühle. Und im Film soll das dem Zuschauer transportiert werden", sagte sie. In Österreich sei es üblich, dass Parlamentarier Zugang zu Vernehmungsakten hätten und diese so an die Medien gelangt wurden. Ihr Anwalt habe die Sexszenen noch verhindern wollen, er habe sich auf den Opferschutz berufen. Aber die Filmemacher hätten die Szenen nicht herausgenommen. Und dann bestätigte sie auf Nachfrage von Moderator Jauch, dass die Filmszenen die Realität wiedergeben würde. Genau so sei es passiert.

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