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Vermisst: Fliegender Priester

Eigentlich wollte Pater Adelir De Carli einen Dauerflug-Weltrekord hinlegen, stattdessen wird er seit Sonntag vermisst.

Mit 1.000 Heliumballons ist Adelir De Carli am Sonntag in Paranaguà (Brasilien) in die Luft gegangen und hatte vor den 19-Stunden-Weltrekord zu brechen. Ferner wollte er mit der Aktion Geld für den Bau einer Kapelle sammeln und für Fernfahrer werben. Es sei ihm ein Anliegen, mehr Pausen für Lastwagen-Fahrer durchzusetzen.

Doch bereits acht Stunden nach seinem Abflug galt er als vermisst. Hubschrauber, Flugzeuge und Schiffe der Marine hielten vor der Küste des südlichen Bundeslandes Santa Catarina Ausschau nach dem Priester, ohne Erfolg. Lediglich einige bunte Luftballons wurden 50 Kilometer vor der Küste der Provinzhauptstadt Florianópolis gefunden.

Den letzten Kontakt hatte der Priester anscheinend am Sonntag gegen 21 Uhr Ortszeit: "Ich muss mit jemandem sprechen, der mir erklärt, wie das GPS-System funktioniert, nur so kann ich den Leuten da unten meine genaue Lage durchgeben", habe er per Funk gesagt.

Experten glauben nun, dass er seit Montag im Wasser treibt. Da das Wasser Temperaturen um die 20 Grad habe, könne man bis zu vier Tagen überleben. Seine Überlebenschancen werden auf 80% geschätzt. Ein Spezialanzug, Funk, Handy, Trinkwasser und Lebensmittel sollten dafür sorgen, dass er heil Heim kehrt.

Pater Adelir De Carli startet seinen Flug



Quelle: Stern-Online
Bild: Fernando Meyer (Flickr)

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