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Verschüttete Minenarbeiter in Chile melden sich per Video

Seit dem 5. August sind 33 Minenarbeit in Chile nach einem Grubenunglück verschüttet. Erst letzten Sonntag wurde ein erster Kontakt hergestellt. Jetzt sendeten die Verschütteten ein Video an die Oberfläche, auf dem zu sehen ist, wie sie sich unter Tage eingerichtet haben und auf ihre Rettung warten. Die kann sich jedoch noch lange hinziehen.

Aufnehmen konnten die Bergarbeiter das Video mit einer Mikrokamera, die durch ein Rohr, durch das auch Lebensmittel und andere Dinge zu den Verschütteten gesendet werden, heruntergelassen wurde. Das Video zeigt, dass sich die 32 chilenischen und der eine bolivianische Minenarbeiter ziemlich gut eingerichtet haben. Badezimmer, ein Bereich zum Beten und ein Versammlungsraum, die Männer haben an alles gedacht.

Etwa 20 der 33 Verschütteten zeigten sich auf dem 45 Minuten langen Video, das am Donnerstagabend in Ausschnitten im chilenischen Fernsehen zu sehen war. Medizinexperten stellten fest, dass die Männer unter Gewichtsverlust und Flüssigkeitsmangel leiden. Alle hätten acht bis zehn Kilogramm an Gewicht verloren. In den nächsten Tagen sollen die Verschütteten mit kalorienreicher Nahrung durch das Rohr versorgt werden.

Nun besteht neben körperlichen Beschwerden auch die Gefahr von psychischen Problemen. Deswegen bat die chilenische Regierung die US-Raumfahrtsbehörde NASA um Hilfe. Die Situation der Bergleute sei vergleichbar mit der Situation von Raumfahrern, die es monatelang auf engstem Raum miteinander aushalten müssten, berichtet das Hamburger Abendblatt.

Hier einige Ausschnitte des Videos:

Auf dem Video schickten viele der Verschütteten Botschaften an ihre Familien. Sie baten gleichzeitig darum, schnell gerettet zu werden. Das kann sich jedoch noch lange hinziehen. Gesundheitsminister Jaime Manaliche rechnet erst in drei bis vier Monaten mit der Rettung der Bergarbeiter.

Bild: YouTube

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