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Vietnam: Vater und Sohn lebten 40 Jahre lang im Wald

Über 40 Jahre lang in einem Wald leben, das klingt schon fast unmöglich. Ein Vietnamese und sein Sohn haben aber genau dies getan. 1973 floh Ho Van Thanh mit seinem kleinen Sohn vor dem Krieg und verschanzte sich in den Hölzern. Dort verbrachten die beiden dann vier Jahrzehnte in einem Baumhaus. Sie galten als vermisst.

Vater und Sohn wurden nun entdeckt, als Dorfbewohner Brennholz im Wald schlagen wollten. Der Distriktvorsteher vom Dorf Tra Kem, Hoang Anh Ngoc, hat keinen Zweifel daran, dass es sich dabei um die seit 40 Jahren vermissten Personen handelt. Er berichtet außerdem laut der FAZ, dass Sohn Lang festgehalten werden müsste, sonst wäre er sofort zurück in den Wald gerannt.

Der über 40 Jahre alte Mann mache einen sehr verschreckten Eindruck und sei nur mit einem Lendenschurz aus Baumrinde bekleidet gewesen. Seine Haare seien verfilzt und er spreche nur einige Worte Cor, die Sprache einer ethnischen Minderheit in der Gegend. Deswegen verstehe er die anderen Viatnemesen nicht.

Dem 82-jährigen Vater gehe es sehr schlecht, er sei in ein Krankenhaus gebrahc worden. Er habe sich 1972 den Kommunisten angeschlossen, entdeckte dann aber, dass sein Haus zerbombt und seine beide ältesten Söhne und seine Frau getötet worden seien. Er habe sich deswegen seinen kleinen Sohn geschnappt und sei in die Berge geflohen. Zurück ließ er seinen jüngsten Sohn Tri, der damals noch ein Baby war. Tri lebt heute noch in dem Dorf.

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