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Wahl in NRW: FDP schließt Ampelkoalition nicht mehr aus

Entgegen ihren Aussagen vor der Wahl in NRW, kann sich die FDP nun doch vorstellen, in Nordrhein-Westfalen eine so genannte Ampelkoalition einzugehen. Das würde bedeuten, dass SPD, Grüne und die Liberalen die Regierungskoalition stellen würden. Jürgen Trittin von den Grünen hätte damit aber ein Problem.

Vor der Wahl gaben die Freidemokraten noch allen Gedankenspielen um Koalitionen mit SPD und Grüne eine klare Absage. Beim außerordentlichen Parteitag in Aachen hieß es laut der Rheinischen Post noch: Wir werden keine Koalition mit Parteien eingehen, die Bündnisse mit rechtsextremen oder linksextremen Parteien nicht ausschließen.

Nach der Wahl habe sich laut FDP-NRW-Chef Andreas Pinkwart die Situation geändert, weil die CDU sich nicht eindeutig zu einer schwarz-gelben Koalition bekannt habe. Es sei bedauerlich, dass die Christdemokraten im Wahlkampf zunehmend unklarer geworden seien. Er meinte damit die Abkehr vom Grundsatz 'Privat vor Staat', den CDU-Chef Jürgen Rüttgers als überholt bezeichnete. Außerdem habe die CDU eine Koalition mit den Grünen nicht ganz ausgeschlossen. Das tut die FDP nun auch nicht mehr.

Und genau damit hat der Grünen-Politiker Jürgen Trittin ein kleines Problem. 'Für die FDP in ihrer derzeitigen Verfassung habe ich sehr wenig übrig', meint Trittin im Interview mit WELT online. Die Forderung der Liberalen, dass SPD und Grüne zunächst der Linkspartei eine Absage erteilen sollen, bevor es in Koalitionsverhandlungen gehen könnte, kommentiert der Grünen-Politiker so: 'Wir lassen uns von niemanden, vor allem nicht von Wahlverlierern, vorschreiben, was zu tun ist.' Es bleibt also spannend in NRW, nachdem die FDP einer Ampelkoalition nicht mehr abgeneigt ist.

Bild: YouTube, Roter Emscherbote, YouTube

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