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Wahl in Schweden: Ministerpräsident Reinfeldt ohne Mehrheit, rechte Partei erstmals im Parlament

Bei den Parlamentswahlen in Schweden hat das Regierungsbündnis aus einer Mitte-Rechts-Koalition die absolute Mehrheit knapp verfehlt, dafür feierten die rechten Schweden-Demokraten erstmals den Einzug ins schwedische Parlament. Nun führt eine Minderheitsregierung im schwedischen Reichstag die Geschäfte.

Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt (Bild) und sein Vier-Parteien-Bündnis haben nun 172 der 349 Sitze im Parlament. Drei Mandate fehlte der Regierungskoalition zur absoluten Mehrheit. Das jedenfalls geht laut FOCUS online aus dem vorläufigen Endergebnis vom späten Sonntagabend hervor. Das linksgerichtete Oppositionsbündnis konnte 157 Sitze für sich verbuchen.

Nun versucht Reinfeldt, die oppositionellen Grünen mit ins Boot und somit in die Regierung zu holen. Der Ministerpräsident kündigte außerdem an, dass seine Allianz für Schweden trotz der fehlenden Mehrheit vorhabe, weiter zu regieren. Die Schweden-Demokraten als Neuling im Parlament sind für die Regierungskoalition keine Option.

Die ultrarechte Partei feiert zum ersten Mal den Einzug in den schwedischen Reichstag mit 20 Mandate bzw. 5,7 Prozent der Stimmen. 'Wir haben politische Geschichte geschrieben', sagte Parteichef Jimmie Akesson. Seine Partei fischte ihre Stimmen am rechten Rand und forderte, die Einwanderung einzudämmen. Außerdem erklärten sie den Islam zur stärksten ausländischen Bedrohung seit dem zweiten Weltkrieg. Mit dieser Politik schafften die Schweden-Demokraten jetzt erstmals bei der Wahl in Schweden den Einzug ins Parlament.

Verbotener Werbespot der Schweden-Demokraten

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