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Wahlkampf in den USA

Der US-amerikanische Vorwahlkampf neigt sich dem Ende und der Ton zwischen den Kontrahenten wird zusehends schärfer – ein Vorgeschmack auf das, was bis November zu erwarten ist.

Läuft alles glatt, wird Barack Obama aller Voraussicht nach der Präsidentschaftskandidat der Demokraten werden. Zu groß ist sein Vorsprung auf Kontrahentin Hillary Clinton. Zudem bekam Obamas Kampagne durch die wichtige Unterstützung John Edwards´ einen zusätzlichen Schub, der ihm unter der Woche auch die Führung unter den Superdelegierten bescherte.

Einstimmig berichten amerikanische Medien, dass sich Obama nach den am Dienstag anstehenden Vorwahlen in Oregeon und Kentucky zum Sieger der Nominierung ausrufen will. Als Vorgeschmack darauf hatte er sich schon seit Tagen in seinen Reden voll auf John McCain als Gegner fokussiert. Clinton wurde komplett ignoriert.

Zu einer ersten Kraftprobe mit den Republikanern war es in den letzten Tagen gekommen. Bei seiner Reise nach Israel im Rahmen des 60-jährigen Geburtstags des Staates hatten George Bush und John McCain bei einer Rede im israelischen Parlament Barack Obama besonders scharf angegriffen. Sie spielten die Angst-Karte und warfen Obama vor, ein Träumer zu sein, wenn er davon ausginge, man könne mit den Feinden Amerikas verhandeln. Obama antwortete überzeugend, sprach von unverantwortlicher und naiver Außenpolitik von Bush und McCain. Er freue sich, so Obama, auf eine ernsthafte Debatte mit McCain.

Diesem bot sich unter der Woche nun erstmals sein vormaliger Mitbewerber Mike Huckabee für den Posten des Vize-Präsidenten an. Huckabee, der besonders bei den für die Wahl wichtigen religiösen Rechten gut ankommt, sagte nun, er könne sich keinen besseren Präsidenten als McCain vorstellen und wäre geehrt ihm als Vize-Präsident zur Seite stehen zu dürfen.

Quelle: Spiegel-Online, Welt-Online
Bild: Grace (Flickr)

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