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Waris Dirie - Schwere Vorwürfe gegen belgische Polizei

Im Zusammenhang mit ihrem Verschwinden in Brüssel, hat das ehemalige Model Waris Dirie nun schwere Vorwürfe gegen die belgische Polizei erhoben. Die UN-Sonderbotschafterin, welche sich nun - nach einem angeblichen Vergewaltigungsversuch eines Brüsseler Taxifahrers - in einem Krankenhaus in Österreich aufhält, sagt zur belgischen Polizei: "Sie haben mich wie eine Prostituierte behandelt."

Nach anfänglichen widersprüchlichen Angaben zu dem Verschwinden der Frauenrechtlerin, wird nun doch behauptet, dass sie von einem Taxifahrer festgehalten und sexuell belästigt worden sei. Gestern wurde sie von ihrem Manager zur Untersuchung und psychologischen Betreuung in eine Klink nach Österreich gebracht, wo sie am Krankenbett mit einem österreichischen Musikproduzenten ins Gespräch kam und angab, dass die Brüsseler Polizisten sie während ihrer Irrfahrt, wie eine Prostituierte behandelt hätten. Auf zwei Polizeiwachen habe man sie weggeschickt und ihr mit Gefängnis gedroht.

Es sei eine Schande, so Dirie. Sie fühle mit jeder Immigrantin die nach Belgien komme, da sie nun wisse, wie diese behandelt würden. Die Brüsseler Staatsanwaltschaft behauptet dagegen, Dirie sei bei der polizeilichen Befragung nicht kooperativ gewesen und habe in ihrer Vernehmung auch nichts über eine etwaige Misshandlung erwähnt.

Der Polizeisprecher Christian De Coninck am Dienstag: „Wir haben bisher keine Kenntnis von den Erklärungen und werden deshalb vorläufig auch nicht darauf reagieren.“ Zudem äußert er Erstaunen über Diries Darstellung. Es sei doch sehr unwahrscheinlich, dass eine Person, die als vermisst gilt und gesucht wird, auf zwei Polizeiwachen fortgeschickt würde. Des Weiteren betont der Polizeisprechen, dass Dirie den Fahndern, nach ihrem Wiederauftauchen an der Seite eines Fensterputzers, nichts von dem später behaupteten Vergewaltigungsversuch eines Taxifahrers erzählt habe.

Quelle: Stern.de und FAZ

Bild: You Tube

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