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Wegen Akkreditierungsverfahren: NSU-Prozess verschoben

Deutschland wartet auf den Auftakt des NSU-Prozesses. Doch heute wurde bekannt, dass dieser nun verschoben wurde. Vor wenigen Wochen gab es ja schon einmal Diskussionen wegen des Akkreditierungsprozesses. Es wurde den Prozessleitern vorgeworfen, dass türkische Medien außen vor bleiben müssten. Dabei haben diese sich einfach nur zu spät akkreditieren lassen.

Vom 17. bis zum 25. April waren Prozesstermine gegen Beate Zschäpe angesetzt, doch die wurden erst einmal gestrichen. Der Grund ist eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe, das die Sitzplatzvergabe an Journalisten bemängelt hat.

Deswegen muss nun ein völlig neues Akkreditierungsverfahren her. Und das machte eine Verschiebung des Prozesses notwendig. Auf einer Pressekonferenz sagte Margarete Nötzel, Pressesprecherin des Oberlandesgerichts München: "In der Kürze der Zeit wäre die Neuvergabe der Plätze nicht möglich gewesen. Die Chancengleichheit für die Vertreter der Medien wäre nicht gewährleistet gewesen."

Dies sei eine Katastrophe, sagte Barbara John, Ombudsfrau der Bundesregierung für die NSU-Opfer und Angehörige der Berliner Zeitung. Viele Opfer hätten sich schon emotional auf den Prozessbeginn eingestellt. Die Angehörigen der Opfer hätten Urlaub eingereicht und Fahrkarten gekauft. Vielleicht könnten sie nun gar nicht mehr am Prozess teilnehmen. Der neue Termin für den Prozessauftakt ist nun der 6. Mai.

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