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Weitere Inzestfälle in Italien und Kolumbien

Das Urteil im Inzestdrama von Amstetten liegt nur wenige Tage zurück, da schocken schon neue Fälle aus Italien und Kolumbien die Welt. In Turin wird ein Vater beschuldigt, seine Tochter 25 Jahre vergewaltigt zu haben, außerdem soll er seinen Sohn zu ähnlichem angestiftet haben. In Kolumbien schein die Beweislage unklar.

Es ist wie ein Showlaufen menschlicher Abgründe dieser Tage. Nach Fällen in Österreich, Italien, Polen und Großbritannien berichtet die "Süddeutsche Zeitung" nun wieder von einem schweren Inzestfall aus Italien. Die heute 34-jährige Frau, die von der italienischen Presse nur anonym "Laura" genannt wird, wurde vom Vater vergewaltigt, seit sie neun Jahre alt war. Mit zwölf hat er sie dann in einer dunklen Kammer eingesperrt. Das Haus verließ sie bis heute nur mit ihm gemeinsam, die Behörden sprachen nach ersten Ermittlungen von einer psychischen Abhängigkeit zu ihrem "Padre, Padrone" (Vater und Herrscher).

Später "teilte" der heute 63-Jährige seine Tochter mit seinem Sohn. Der Bruder des Opfers verging sich nicht nur an seiner Schwester, der heute 41-Jährige vergewaltigte auch seine eigenen vier Töchter im Alter von sechs bis zwanzig Jahren. Beide sitzen inzwischen in Untersuchungshaft, was bleibt sind ratlose Nachbarn, Lehrer und Behörden. Wie in jedem der bekannt gewordenen Fälle fragt man sich, warum das perverse Treiben des Vaters niemals aufgefallen war. "Welt Online" berichtet, dass "Laura" 1994 abgehauen wäre und sich ihrem Onkel anvertraut hätte. Damals zwang sie der Vater, Anzeige gegen den Onkel zu erstatten, ausgerechnet wegen sexueller Nötigung. Im Oktober vergangenen Jahres zeigte die junge Frau dann ihren Bruder an, dieses Mal hakte die Polizei nach und deckte den Inzestskandal auf.

Die Agentur "Reuters" berichtet derweil von einem ähnlichen Fall in Kolumbien. Ein 58-jähriger Mann aus der Stadt Mariquita wird beschuldigt, über 25 Jahre seine Tochter missbraucht und sie acht mal geschwängert zu haben. Der Mann streitet alles ab, tatsächlich hätte er das Mädchen nur adoptiert und eine romantische Beziehung zu ihr gehabt. Sie hingegen spricht von Vergewaltigung seit ihrem zehnten Lebensjahr, die Behörden ermitteln.

Es ist schwierig zu sagen, warum die verschiedenen Fälle von Inzest, Vergewaltigung und Freiheitsberaubung nun plötzlich bekannt werden. Klar ist nur, dass die Inzest-Skandale in Italien und Kolumbien wie auch in Amstetten kaum an Grausamkeit zu überbieten sind.

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