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Weiteres Erdbeben in Italien: Epizentrum Ravenna

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Italien kommt nicht zur Ruhe: Nach dem Erdbeben in Norditalien in der Region Emilia Romagna, kam es heute Morgen erneut zu einem Beben. Das Epizentrum lag diesmal bei Ravenna, an der adriatischen Küste.

Es wurden insgesamt vier Beben in der Nacht auf Mittwoch zwischen 2 und 6 Uhr verzeichnet: Das erste Beben erreichte eine Stärke von 2,2, das letzte um 6.08 Uhr erreichte eine Stärke von 4,5. Das Epizentrum auf der Höhe von Ravenna lag in 25,6 Kilometer Tiefe - über 100 Kilometer von den bisherigen Beben entfernt. Es wurde von Pesaro bis nach Ancona gespürt.

Bisher wurden keine Schäden gemeldet. Die Tatsache, dass sich das Erdbeben aber immer weiter verschiebt und keine Ruhe einkehrt setzt viele in Angst. Erst am Sonntag war es zu einem weiteren starken Beben (5,1) in der Nähe der Städte Concordia und San Possidonio (Emilia Romagna) gekommen, dabei waren viele bereits beschädigte Gebäude eingestürzt.

Seit dem 29. Mai gab es insgesamt sieben Erdbeben mit einer Stärke von über 5 auf der Richterskala und hunderte von Nachbeben. Die Todesopfer sind indes auf 25 gestiegen, 400 sind verletzt und 12.000 obdachlos. Auf mehrere Milliarden Euro wird der Sachschaden geschätzt.

Der Erdbebenexperte Enzo Boschi aus Bologna erklärte gegenüber der Zeitung 'La Stampa': "Es kann niemand sagen, wann die Erdbewegungen enden werden." Hier werden Energie freigesetzt, die sich in Jahrhunderten als Folge des Drucks von Süden nach Norden auf die Alpen zu angesammelt haben. Das könne über Wochen, Monate oder Jahre so weitergehen.

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