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Welt-Malaria-Tag am 25.04.2008

Man spricht oft von Sumpffieber,Wechselfieber oder "dieser Tropenkrankheit". Die Symptome sind neben dem hohem Fieber, Schüttelfrost, Krämpfe und Magen-Darm-Beschwerden und führen nicht selten ins Koma oder zum Tod. Die Rede ist von Malaria. Die Tropeninfektion war schon vor mehreren Tausend Jahren den alten Agyptern bekannt und hat die Menschheitsgeschichte seither nicht mehr so richtig verlassen. Aber was wissen wir eigentlich über die Krankheit und ihre Ausmaße?

Malaria ist in den Tropen und Subtropen verbreitet und wird durch den Stich der weiblichen Anophelesmücke übertragen. Die bedrohlichen Erreger töten jährlich zwischen 1,5 und 2,7 Millionen Menschen, die Hälfte davon sind Kinder unter fünf Jahren. Ihre Körper können sich besonders schlecht gegen die Krankheit wehren. Es gibt jährlich weltweit zwischen 300 bis 500 Millionen Neuerkrankungen. In Deutschland werden jährlich noch ca. 500 Fälle von Malaria bekannt, von denen weniger als ein Prozent sterben.

Um wieder mehr Aufmerksamkeit auf das Thema Malaria zu lenken, ist der heutige Tag, der 25.04.2008 zum Welt-Malaria-Tag ernannt worden. Damit ersetzt er den 2001 ins Leben gerufenen Afrika-Malaria-Tag. Denn Malaria betrifft längst nicht mehr nur Afrika. Es ist zwar richtig, dass 90 Prozent der Erkrankten auf dem afrikanischen Kontinent leben, aber längst ist die Krankheit auch zum Problem für Asien und Lateinamerika geworden. Die Anophelesmücken bewegen sich in nördliche Richtung und Malaria sollte demensprechend ernst und aufmerksam behandelt werden. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts betraf das Fieber sogar Mitteleuropa, nach der Trockenlegung von Sumpfgebieten und der Bekämpfung der Insekten bekam man das Problem in den 1960ern in den Griff.

Imprägnierte Moskitonetze oder die Behandlung mit der Beifuß-Pflanze - es sind keine aufwendigen oder teuren Mittel, mit denen gegen Malaria gekämpft werden könnte. Dennoch ist es, vor allem durch die fehlende Öffentlichkeit, schwierig, für alle Betroffenen zu sorgen. Die Vereinten Nationen planen bis 2010 alle gefährdeten Menschen schützen und Infizierten helfen zu können. Gleichzeitig wird fieberhaft an Impfstoffen und Heilmitteln geforscht. Malaria ist ein weltweites Problem. In 107 Ländern kommen die Erreger vor, die alle 30 Sekunden ein Kind sein Leben kostet.

Quellen: FOCUS Online, Robert Koch Institut
Bild: Ashley Jonathan Clements (Flickr)

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