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Wenden - Obduktion der drei Babyleichen

Wir berichteten letzte Woche bereits über den grausigen Fund im sauerländischen Wenden. Drei Babyleichen waren in einem Fachwerkhaus bei Olpe in einer Kühltruhe gefunden worden. Die dringend unter Tatverdacht stehende Mutter sitzt in Untersuchungshaft, ist aber der Staatsanwaltschaft zu Folge noch immer nicht vernehmungsfähig.

Nach den ersten Ergebnissen der laufenden Obduktion gibt es Hinweise darauf, dass zumindest zwei der drei Säuglinge unter Gewalteinwirkung gestorben sein könnten. Lediglich der dritte Körper sei frei von äußeren Verletzungen. Die drei Mädchen seien alle lebensfähig auf die Welt gekommen, trugen teilweise sogar noch die Nabelschnur.

Einzelheiten zu den Verletzungen gaben die Ermittler nicht bekannt. Die 44-jährige Frau war geständig, macht aber nach wie vor keine Angaben zu Zeitpunkten oder Motiven. Eines der Babies war in eine Zeitung aus dem Jahr 1988 eingewickelt, so dass die Polizei von einer Geburt in der Zeit ausgeht. Bei den anderen beiden ist die Polizei noch nicht sicher. Diese Umstände könnten besonders wichtig sein, da Totschlag nach 20 Jahren verjährt.

Bisher wird davon ausgegangen, dass der Rest der Familie aus Wenden nicht in die Taten eingeweiht war. Der Ehemann und die drei erwachsenen Kinder sind erst mal an einem geheimen Ort untergebracht. Nach der Vernehmung von mehr als 50 Personen aus dem Umfeld der Familie steht die Polizei immer noch vor einem Rätsel. Niemand hat etwas sonderbares an der Familie und der Mutter feststellen können.

Quelle: stern.de
Bild: YouTube

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