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Wissenschaftler erforschen Kühe und Rothirsche mit Google Earth

Durch Google-Earth-Bilder haben Forscher geheimnisvolle Eigenschaften bei Kühen und Rothirschen entdeckt. Die Tiere haben anscheinend so etwas wie einen Sinn für Himmelsrichtungen. Sie richten sich verblüffend häufig in Nord-Süd- Richtung aus.

Dass Tiere sich auf Herden in ganz bestimmte Richtungen orientieren, ist bereits bekannt. In Abhängigkeit zum Wetter, also zur Sonne und zur Temperatur stellen sich Kühe z.B. immer so, dass sie entweder die meiste Wärme oder die wenigste Kälte abbekommen. Die Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essem aber glauben nun herausgefunden zu haben, was die Tiere machen, wenn die Sonne durchgehend scheint oder die Nacht eingebrochen ist. Sie richten ihre Körper nach der Nord-Süd-Achse aus.

Als Forschungsobjekt dienten 8510 Rothirsche und Kühe auf 308 Weiden, die auf der ganzen Welt verteilt waren. Die Aufnahmen von Google Earth bildeten die Grundlage, durch welche die eindeutige Tendenz festgestellt werden konnte. Für die Wissenschaftler um Sabine Begall könnten eine Beeinflussung durch das Magnetfeld der Erde ein möglicher Grund für dieses Verhalten sein. Begall selbst sagt aber auch: "Die Hintergründe dieses Verhaltens sind noch völlig unbekannt."

Man erforschte bereits den Einfluss des Magnetfelds der Erde auf Vögel, Ameisen oder etwa Bakterien. Die Wissenschaftler von der Universität Duisburg-Essen wollen nun erst mal das Verhalten größerer Tiere wie Pferde oder Wildschweine untersuchen. Über das menschliche Verhalten geben die Google-Earth-Bilder von Kühen und Rothirschen aber erst mal keine Auskunft.

Quelle: Spiegel Online
Bild: Sunny Ripert (Flickr)

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