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Wissenschaftler kommunizieren mit Wachkoma-Patienten

Wie mehrere Zeitungen berichten, ist es einem Ärzteteam gelungen, mit einem Wachkoma-Patienten zu kommunizieren. Das 'New England Journal of Medicine' hatte über den Durchbruch der Wissenschaftler berichtet, die mithilfe einer Kernspintomographie Anzeichen von Bewusstsein bei einem Koma-Patienten nachweisen konnten.

Bei Wachkoma Patienten fallen die Körperfunktionen fast vollständig aus, so dass sie bis auf die lebenserhaltenden Funktionen, keine weiteren Reaktionen mehr zeigen können und so für die Außenwelt in einem rein vegetativen Zustand leben.

Wissenschaftler der Universität Lüttich und Cambridge hatten über die Kernspintomographie die Gehirnaktivitäten eines 29jährigen Mannes, der seit Jahren kein Wort sprechen oder sich bewegen kann, beobachtet und sich zur Verständigung einen Code ersonnen.

Der Mann sollte bei einer zu beantwortenden Frage und einer Antwort mit 'Ja' an ein Tennisspiel denken und bei einer Antwort mit 'Nein' an das Schlendern durch Straßen. Die vorgestellten Ereignisse konnten verschiedenen Hirnregionen zugeordnet werden. Fünf der sechs Fragen, die man dem jungen Mann gestellt hatte, konnte dieser richtig beantworten.

Mit dieser neuen Methode ist es erstmal möglich zu beweisen, das Wachkoma-Patienten, tatsächlich noch über eine Wahrnehmung verfügen und tatsächlich nicht im Koma liegen. Das Verfahren stellt eine neue Chance für Wachkoma-Patienten dar, auch während ihres Zustands mit der Außenwelt in Kontakt zu treten.

Bild: Hljod.Huskona (Flickr), BlatantNews.com (Flickr)

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