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Wort des Jahres 2012: Rettungsroutine

Wie in jedem Jahr hat die Gesellschaft für deutsche Sprache auch in 2012 über das Wort des Jahres entschieden. Im Topf waren wieder einige Worte oder Unworte des deutschen Sprachgebrauchs, die in diesem Jahr besonders häufig in den Medien oder Nachrichten vorkamen. Am Ende gab es einen Überraschungssieger. Das Wort "Rettungsroutine" ist das Wort des Jahres 2012.

Die Eurokrise war in diesem Jahr das bestimmende Thema. Über ganz Europa sollte der Rettungsschirm aufgespannt werden, für viele Länder gab es Sparpläne, um die drohende Staatsinsolvenz zu verhindern. In diesem Zusammenhang kam dann das Wort "Rettungsroutine" auf. Die GfdS begründete ihre Wahl wie folgt: "Der Begriff steht für die immer wiederkehrenden Maßnahmen zur Rettung des Finanzsystems."

Sicherlich können nur wenige mit dem Wort etwas anfangen, deswegen ist es auch so überraschend, dass es das Wort des Jahres geworden ist. Google-Sprecher Stefan Keuchel erklärte laut der Welt, dass kaum jemand nach diesem Begriff im Internet gesucht habe. In der Statistik für Anzeigenkunden, die besonders für Unternehmen wichtig ist, fehlt das Wort komplett.

Erst auf dem vierten Platz landete ein Wort, das man wohl eher weiter vorne vermutet hätte. Die "Schlecker-Frauen" waren in diesem Jahr ein großes Thema. Der Begriff "Kanzlerpräsidentin" hat es knapp verpasst, das Wort des Jahres zu werden. Die Bezeichnung für Angela Merkel landete auf Platz 2. Auf dem dritten Platz landete ein weiteres Wortungetüm, nämlich "Bildungsabwendungsprämie".

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