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Zapateros Sozialisten siegen in Spanien

Die Sozialistische Partei (PSOE) von Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapateroist als klarer Sieger aus der Parlamentswahl in Spanien hervorgegangen. Nach Auszählung fast aller
Stimmen erreichte die PSOE laut Innenministerium mit 45,83 Prozent 170 der 350 Sitze im Unterhaus. Auf die konservative Volkspartei (PP) von Mariano Rajoy entfielen demnach 150 Mandate (38, 14 Prozent). Die Sozialisten verfehlten wie schon vor vier Jahren die absolute Mehrheit von 176 Mandaten, können aber ihre Minderheitsregierung mit Unterstützung regionaler und linker Parteien fortsetzen.

Bis zum frühen Sonntagabend (18.30 Uhr MEZ) hatten etwa 61 Prozent der rund 35 Millionen wahlberechtigten Spanier ihre Stimme abgegeben. Damit lag die Wahlbeteiligung etwas niedriger als 2004.

In ersten Reaktionen sprach die PSOE von einem "sehr positiven" Ergebnis. Ausdrücklich freute sich der stellvertretende Vorsitzende José Blanco über den "normalen Verlauf" der Abstimmung. "Der erste Gewinner ist die Demokratie", sagte er in Madrid. Lediglich im Baskenland und im benachbarten Navarra zerstörten Unbekannte einige Wahlurnen.

Die Wahlen waren von einem tödlichen Anschlag auf den früheren sozialistischen Stadtrat Isaias Carrasco im Baskenland überschattet worden. Die Parteien hatten den Wahlkampf deswegen am Freitag vorzeitig beendet. Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand. Regierung und Opposition machten jedoch einhellig die ETA für den Anschlag verantwortlich, die seit fast 40 Jahren gewaltsam für ein unabhängiges Baskenland kämpft.

Quelle: AFP

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